Kopfläuse – richtiges Verhalten

Die Sommerferien gehen zu Ende und eine neue Hochphase beginnt:

Anfang September bis Ende Oktober haben Kopfläuse ihre Hochzeit!
Man vermutet den engen Kontakt der Kinder in den Sommerferien als ausschlaggebenden Faktor für das gehäufte Auftreten von Kopfläusen in diesem Zeitraum. Mädchen werden häufiger Opfer des Befalls, da sie mehr als Jungs im wahrsten Sinne die Köpfe zusammenstecken und somit die Übertragung möglich machen. Die Kopflaus nutzt ausschließlich den Menschen als Wirt.

Ihre Entwicklung geht vom Ei über die Larve (7 Tage), die Nymphe bis zur Laus(10 Tage) ( wobei die Nymphe eine Art Babylaus darstellt).
Entgegen der landläufigen Meinung hat mangelnde Haarpflege nichts mit dem Befall zu tun.
Hat mein Kind Läuse?
Tritt ein Fall von Kopfläusen in Schule oder Kindergarten auf, so ist es zwingend notwendig, die Leitung über den Befall umgehend zu informieren und das betroffenen Kind zuhause zu belassen, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Beobachten Sie bei Ihrem Kind verstärkten Juckreiz am Kopf, so sollten Sie sicherheitshalber die Kopfhaut nach den sogenannten Nissen (Eier) untersuchen.
Es handelt sich dabei um kleine weiße Knötchen, die fest am Haar hängen. Die Laus selbst ist ca. 3 mm groß, also mit bloßem Auge gut zu erkennen. Sie saugt Blut aus der Kopfhaut, was den Juckreiz hervorruft.
Behandlung
In diesem Fall hilft nur der Gang zur Apotheke und der Kauf eines Anti- Kopflaus Shampoos. Hierbei gibt es zwei Verfahren: Es gibt Produkte, die ein Nervengift enthalten, das die Läuse abtötet. Die andere Variante verklebt die Atemwege der Laus und hat den Erstickungstod zur Folge.
Bei beiden Methoden gilt: Nach einer Woche muß die Behandlung wiederholt werden, um nachgeschlüpfte Larven zu vernichten. Um die Eier vom Haar zu entfernen, empfiehlt sich der Kauf eines engzinkigen Kamms, des sogenannten Nissenkamms, mit dem aus dem feuchten Haar die Eier herausgekämmt werden
Eine Kopflaus kann ca. 55 Stunden ohne Blut überleben, danach verhungert sie.
Tipps für den Haushalt
Es ist also ratsam, getragenen Kleidungsstücke des Kindes, Bettwäsche, Handtücher, Stofftiere usw. Luftdicht für drei Tage in Plastikbeutel zu packen, damit eventuell anhaftende Läuse absterben. Schneller geht es bei den geliebten Stofftieren bei ein paar Stunden in der Gefriertruhe. Eventuell auch Büchertasche sowie den Autokindersitz untersuchen.
Dem besten Freund/Freundin zuliebe sollte man auch dessen Eltern informieren, damit sie Ihr Kind ebenfalls untersuchen und eine Übertragung ausschließen können.
Zum Schluß…
Manche Einrichtungen verlangen eine ärztliche Bestätigung, dass das betroffene Kind läusefrei sein muss, um wiederkommen zu dürfen. Schulen und Kindergärten verteilen dann oft Info-zettel, um die Eltern vorzuwarnen.
Bei größeren Kindern und z.T. auch Erwachsenen tritt neuesten Erkenntnissen zufolge eine Übertragung durch den Selfie- Trend auf, bei dem zwei oder mehrere Personen eng für ein Foto zusammenkommen.

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