Tuberkolose in Deutschland auf dem Vormarsch

Tuberkulose, 1882 durch Robert Koch entdeckt, ist neben Aids die weltweit tödlichste Infektionskrankheit. Tuberkulose wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, kann die Lunge befallen, aber auch andere Organe. Einen vollständigen Impfschutz gibt es nicht, die Krankheit ist aber in vielen Fällen mit Antibiotika behandelbar.

Tuberkulose gilt als Armutskrankheit. Sie tritt häufig in ärmeren Ländern auf, die durch Kriege, hygienische Missstände oder Katastrophen betroffen sind, die zu einer Schwächung des Immunsystems führen. Laut Robert Koch Institut (RKI) leben rund 85 % der Neuerkrankungen in Afrika, Südostasien und der westlichen Pazifikregion. Im Jahr 2016 verstarben Weltweit 1,8 Mio Menschen an Tuberkulose .Die Inkubationszeit beträgt zwischen 6 und 8 Wochen, Die Ansteckungszeit beträgt nach Behandlung noch etwa 2-3 Wochen. Tuberkulose ist meldepflichtig und Patienten einer offenen Tuberkulose müssen zur Behandlung isoliert werden.

In Deutschland war bis 2014 die Tuberkulose auf dem Rückmarsch, das RKI meldete seit 2001 einen Rückgang der Zahlen von 7866 bis 2014 auf 4488 Erkrankungen. In den beiden Folgejahren erhöhten sich die Zahlen um fast 25% auf 5915 Fälle. Diese Entwicklung resultiert unter anderem aus der verstärkten Zuwanderung nach Deutschland, bei der viele Erkrankte aus Krisengebieten kamen, die sich entweder zu hause oder auf der beschwerlichen Überfahrt ansteckten. 2016 kamen dreiviertel der Erkrankten primär aus den Ländern Somalia, Eritrea, Afghanistan, Syrien und Rumänien.

Die Bundesländer unterscheiden sich gravierend bei der Gesundheitsuntersuchung von Asylbewerbern. So gibt es Bundesländer, die nur die Standardscreenings durchführen und andere, die verpflichtend auch weitere Untersuchungen anordnen. Grund hierfür sind unter anderem die unterschiedliche Festlegung der Leistungserbringer sowie der Kostenträger. Ein Konsens wurde hier bedauerlicherweise noch nicht gefunden.Laut Robert Koch Institut soll eine Evaluierung der Screeningmaßnahmen das nächste Ziel sein, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen.

Was sind die Symptome einer Tuberkulose Erkrankung?

Es handelt sich in Deutschland bei Tuberkulose Fällen zu 70% um Lungentuberkulose, die Anfangs mit Husten, Nachtschweiß und leicht erhöhter Temperatur einhergeht. Später kommen Fieber und grünlicher bis blutiger Auswurf hinzu. Risikofaktoren, die eine Erkrankung begünstigen sind u.a. HIV, Alkoholismus und schwere chronische Erkrankungen, sowie schlechte hygienische Bedingungen. Bei Verdacht einer Erkrankung ist ein Besuch beim Arzt zwingend erforderlich.

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