Wie ich für Herausforderungen Mut tanke

Es gibt viele intelligente Menschen auf der Welt, bei denen eigentlich alles im Leben wie am Schnürchen laufen müsste. Dennoch gibt es zahlreiche Intelligente Loser, die nichts auf die Reihe bekommen. Auf der anderen Seite habe ich auch oft erlebt, dass man nicht immer der intelligenteste von allen sein muss, und dennoch großen Erfolg haben kann. Diesen Unterschied macht meiner Meinung nach der Mut aus. Und das ist auch das Losungswort der Blogparade von Mutland.

 

Warum Erfolg auch Mut braucht

Ich weiß noch, wie ich das erste Mal meine Arbeit kündigen musste. Es war eine gute Firma mit einem guten Team. Dennoch habe ich einfach auf gut Glück Bewerbungen geschrieben mit überzogenen Gehaltsforderungen. Ich hatte ja nichts zu verlieren. Tatsächlich hatte eine Firma angebissen und mir eine Gehaltssteigerung von exakt 50% angeboten. Sie wussten zwar nicht, dass es so viel ist, aber ich wusste es. Ich habe ewig mit mir gerungen, ob ich wechseln soll und mich letztendlich für das Geld entschieden. Mein ganzer Körper hat sich dagegen gewehrt, aber ich habe es durchgezogen. Das Problem der menschlichen Psyche ist, dass wir uns instinktiv gegen Veränderungen wehren. Vermutlich deshalb, weil neue Situationen immer Anpassung erfordern und das kostet Energie und Anstrengung.

Aber ich habe mich immer darauf verlassen, dass ich ein einigermaßen kluges Köpfchen bin und es war mir egal, welche Herausforderungen auf mich warten. Ich war mir sicher, dass ich mich dort schon irgendwie durchschlagen werde. Wenn es nicht passt, dann kann ich mir je immer noch etwas neues suchen. War aber nicht nötig, denn ich habe gelernt und gelernt und gelernt und hatte Erfolg.

Bei meiner alten Firma gab es Leute, die besser und klüger waren als ich. Die Gehaltssteigerung aber habe ich bekommen, weil ich den Mut hatte etwas zu wagen.

Das war eigentlich die große Erkenntnis für mich. Viele Menschen haben Angst vor der aller kleinsten Veränderung, weil sie die Gefahr des Scheiterns in sich bergen. Aber ohne Schmerz kein Lerneffekt und ohne Lerneffekt keine Entwicklung.

Aus diesem Grund habe ich mich in der Zeit danach immer wieder gezielt in Situationen gebracht, von denen viele sagen sie seien ihnen unangenehm. Wenn es darum ging vor Menschenmassen eine Präsentation zu halten, dann haben sich alle Kollegen weggeduckt. Ich dagegen habe mich für diese Dinge freiwillig gemeldet, weil ich wusste, dass immer ein wichtiger Lerneffekt dabei für mich herausspringt.

Mittlerweile habe ich so viele Dinge getan, die für die Leute aus meinem Umfeld absolut undenkbar sind. Neben meiner fast Vollzeittätigkeit als Controller, arbeite ich als freiberuflicher Trainer, betreibe mehrere Internetseiten, habe mehrere YouTube-Kanäle aufgebaut und verdiene auch noch als Ghostwriter meine Kohle. Dieses bunte Mischmasch ist symptomatisch für mich. Mittlerweile sind für mich neue Herausforderungen so alltäglich geworden, dass ich ihnen förmlich ins Gesicht springe. Ich habe neulich erst wieder gezielt mein Arbeitsumfeld geändert, damit ich etwas komplett anderes lernen kann.

Irgendwann wurde bei mir aus Mut eine Art Lebensstil und mittlerweile fühle ich mich in der Welt so sicher und gefestigt, dass ich vor den meisten Situationen so gut wie keine Berührungsängste habe. Ich genieße neue Herausforderungen und gewinne durch sie neue Energie.

Mut ist für mich: sich bewusst in Situationen zu bringen, die einem etwas abverlangen. Wenn ihr da also etwas habt, dass ihr schon lange tun wolltet, der richtige Zeitpunkt dafür ist immer JETZT.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.